Nordfriesland - Uthlande - Willkommen im Weltnaturerbe Wattenmeer

Uthlande bedeutet das "Land aussen" vor dem Festland im Wattenmeer. Wir sehen eine Seekarte von Nordfriesland und mehrere Modelle von Wattenmeerschiffen aus den vergangenen 100 Jahren.

Die Fotos neben der Seekarte geben Eindrücke von den Inseln und Halligen wieder, die man per Schiff versorgen muss. Alle Schiffe im Wattenmeer haben wenig Tiefgang, d. h. wir sagen, sie sind "Schlickrutscher".

Bedingt durch Ebbe und Flut sind die Wasserstände in der Nordsee nicht immer berechenbar, und das Navigieren durch die Fahrrinnen erfordert das ganze Können der Kapitäne. In einer Vitrine ist die Einfahrt in den Husumer Hafen dargestellt, komplettiert durch einige Funde aus der Rungholt-Zeit.


In einer Sondervitrine dokumentiert die "Küstenwache" die Probleme des sicheren Schiffsverkehrs auf der Nordsee.
Küstenwache "quo vadis?" Bereits 1954 fordert der Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages, die schwimmenden Verbände an der Küste in eine Küstenwache zusammen zu fassen. 1994 wird der "Koordinierungsverbund Deutsche Küstenwache" in Cuxhaven geschaffen, die Bundesbehörden behalten jedoch ihre originären Strukturen. 1998 zeigt die Havarie des Holzfrachters "Pallas" die Strukturmängel auf, die letztlich zur Strandung des brennenden Schiffes vor Amrum führt. Die gesamten Bergungs- und Nachsorgemaßnahmen kosten 29 Mio. DM.
Ein "Havariekommando" wird eingerichtet, das im Rahmen von "Amtshilfe" und "Organleihe" bei Havarien tätig wird und die Einsätze koordiniert. Auch eine räumliche Zusammenfassung der Dienste wird in Cuxhaven vorgenommen. Nunmehr hat die Koalition im Koalitionsvertrag verabredet, die Bundeskräfte zu bündeln und in eine Deutsche Küstenwache zusammen zu fassen. Dazu hat der Innenminister ein Eckpunktepapier vorgelegt, dessen Umsetzung auf Ressortebene erarbeitet werden soll.


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